Also ich finde es schön, dass Du Deine Entscheidung so gesehen hast. Grundsätzlich kann ja auch jeder in Druck kommen, ein Pferd in gute Hände für weniger Geld abzugeben. Da ist nichts verwerfliches dran und man kann auch Glück haben und einen guten Platz finden! Auch wenn man einen " normalen " Preis für sein Fohlen/Pferd erzielen möchte, achten viele ( mich eingeschlossen auf Platz vor Preis ) was ja nicht heißen muss dass es dann verschenkt wird.
Bei so vielen Pferden ohne wirkliche Not, ist das für mich etwas anderes. Da fragt man schon, und nicht nur aus der Sicht des Züchters. Langfristig wird es für jeden Topf einen Deckel geben, aber mal ganz ehrlich. Wenn ich das nötige Kleingeld für den Kauf nicht habe, glaubst Du dann daran, dass das nötige Kleingeld für die lange Liste an wiederkehrenden Kosten da ist? Machen sich wirklich alle Käufer darüber Gedanken, oder ist es dann bei so einem Preis mal schnell angeschafft und ebenso schnell auch wieder weg. Ich spreche aus Erfahrung, ich weiss wie viele Pferde so über die Wupper gegangen sind in der Vergangenheit.
Unter Züchterkollegen habe ich auch manchmal andere Preise gehabt, weil mir dieses oder jenes Pferd wichtig war in der Zucht. Sehe ich heute auch ganz anders. Aber die Erfahrungen mag gern jeder selbst machen. Nur, wenn am Ende der Leidtragende das Tier ist, unabhängig vom Grund, finde ich das schade.
Ich denke ein Rechtfertigungsgrund besteht bei Züchtern nicht wenn sie höhere Preise für altersgemäß erzogene und tierärztlich versorgte Pferde erhalten möchten, es gibt immer Menschen die wie Du darauf achten! Das zeigt zum Einen den Respekt vor der Arbeit und der Mühe des Züchters und zum anderen auch den Respekt vor dem Lebewesen. Und oft ist es auch ein Indiz dafür dass ich langfristig denke und plane und daher gewissenhaft meinen Lebenspartner Pferd und die Unterbringung, Haltung etc. plane.
Und es zeigt auch ein gewisses Pferdeverständnis wenn ich mir überlege dass ein Pferd aus einem Stall wo Wert auf die Basis des Pferdelebens gelegt wird, sicher unter normalen Umständen hinterher weniger Kosten verursacht ( Ausnahmen gibt es sicher auch da durch Unfälle etc. ).
Ich will damit auch nicht sagen, dass es bei besagten Pferden so ist, aber Du hast den Gedanken in den Raum geworfen, und dass ist dann die Überlegung die sich einem eben aufdrängt. Vor allem habe ich es gerade aktuell in ( Nicht-Knabstrupper-Angelegenheiten ) wo ein Pferd aus einem Bestand kam, wo nichts von dem was einem Züchter wichtig erscheint einen Wert hatte ( zu früh gedeckt, kein vernünftiges Futter, keine Ausbildung ) dazu geführt hat, das es eigentlich reif für die Abdecker ist und das mit 6 Jahren
In diesem Sinne, Augen auf beim Pferdekauf!!!!
